Cocktails selber machen

Seit gut einem Jahr bin ich nun mein eigener Cocktailmixer. In dieser Zeit liefen doch einige Cocktails aus meinem Shaker. Zeit für mich, Euch einen kleinen Einsteigerguide in die Cocktailmixerei zu liefern.

Aller Anfang ist schwer

..nein. Nicht wirklich. Aber man muss sich schon ein wenig mit der Materie beschäftigen. Wenn man nach den einschlägigen Cocktailzubehör Produkten schaut, wird man erst mal erschlagen. Es drängt sich die Frage auf, „brauche ich das alles wirklich ?“ Die Antwort: Nein. Das ein professioneller Cocktailmixer ein ganz anderes Equipment hat, als der gemeine Hobby-Shaker für den Eigengebrauch ist klar.

Was brauche ich ?

Zur absoluten Grundaustattung gehören

  • Ein Shaker
  • Ein Barmaß (Zum abmessen der Säfte und Spirituosen)
  • Einen Ice Crusher (Zum zerkleinern der Eiswürfel)
  • Eine Packung Strohhalme
  • Ein paar Gläser in verschiedenen Größen

brandl_1000_cocktails


Sehr hilfreich für den Einstieg sind mit Sicherheit auch entsprechende Bücher. Ich habe mich für das Buch von Franz Brandl „Cocktails – Über 1000 Drinks mit und ohne Alkohol“ (link) entschieden. Er erklärt sehr ausführlich und auch für Anfänger verständlich, worauf es beim Cocktail mixen ankommt. Natürlich befinden sich in dem Buch auch jede Menge Rezepte. Kategorisiert nach den jeweiligen Spirituosen bzw. alkoholfreiehen Zutaten (zum Beispiel mit Eiscreme. Sehr lecker!).

Außerdem erläutert er sehr schön alle gängigen Zubereitungsmethoden (Shaken, Mixen, Rühren etc.). Auch eine Misch-Matrix ist bestandteil des Buchs. Darin ist sehr leicht ersichtlich, welche Alkohol – bzw. Saftsorten sich mischen lassen und welche sich nun überhaupt nicht vertragen. Ideal wenn man sich selbst an neuen Cocktail Rezepten probieren möchte.


wmf_bar_setKommen wir zum Shaker und Barmaß. Hier kann ich eine ganz klare Empfehlung für das WMF Bar Set „Loft“ ausprechen. Das ist zwar etwas teurer als andere Shaker, schlägt diese in Sachen Qualität jedoch im Längen. Das Hochwertig verarbeitete Edelstahl machen die Reinigung zum Kinderspiel und verspreche lange haltbarkeit. Glaubt mir, dass ist extrem wichtig. Die Cocktail Zutaten sind meist entweder aggressiv (hochprozentiger Alkohol) oder sehr klebrig (Bar Sirup). Cocktails aus einem Kunststoffshaker sind da sehr schnell nicht mehr lecker. Abgesehen davon habt Ihr mit dem Set gleich alles dabei, was man braucht. Den Shaker, ein Barmaß mit jeweils 4cl und 2cl Abmessungen, Barlöffel, Sieb und Eiszange.


Das Eis

eiscrusher… ist so ein Thema. Vorweg: Man braucht jede Menge davon. An einem Cocktailabend mit 6 Personen gingen bei mir schon gut und gern zwischen 3 und 4 KG Eiswüfel durch. Die Eiswüfel gibt es zum Glück schon fertig in 2KG Beuteln im Supermarkt zu kaufen. Gründsätzlich gilt: In den Shaker kommen nur Eiswürfel, ins Glas abhängig vom Cocktail gecrushtes Eis oder Würfel. Wobei ich hier eigentlich immer gecrushtes Eis bevorzuge, da die Kühlwirkung hier viel besser ist. Zur herstellung des gecrushten Eises reicht ein günstiger handebriebener Crusher.


Gläser

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zu den Gläsern. Hier gibt es eigentlich nicht viel zu beachten. Für den Anfang sollten 3 bis vier Gläser in drei verschiedenen Größen völlig ausreichen. Das häng im Wesentlichen von den favorisierten Cocktails ab. Die es ja bekanntlich in allen Größen und Farben gibt. So wird beispielsweise ein Manhattan in einem kleinen Stilglas serviert, ein Zombie hingegen in einem großen Longdrink Glas. Kurz um: Die günstigen Gläser aus dem Supermarkt oder Ikea tun es hier voll und ganz.


Der erste Einkauf

… kann ganz schnell teuer werden. Mein erster Einkauf an Alkohol, Säften und Bar Sirup hat mich knapp 300 € gekostet. Wobei ich mir auch relativ viele Cocktails ausgesucht habe, die ich machen wollte.

Meine Empfehlung:

Kauft euch das Buch, sucht Euch drei Rezepte aus und kauft die passenden Zutaten ein. Achtet dabei auch ein wenig auf die Haltbarkeit dieser. Von Cocktails mit beispielsweise Kokosmilch, Sahne oder Säften, die man pur nicht unbedingt trinkt, würde ich für den Anfang abraten. Nachher habt Ihr einen Liter Annanassaft rumstehen, von denen Ihr gerade mal 8cl für Cocktails benötigt habt. Der Saft ist nach ca. 3 Tagen nach dem öffnen kaum mehr zu genießen.

Besser Cocktails mit Säften aussuchen, die man auch so trinkt. Orangensaft eignet sich hier ganz gut. Auch Zitronensaft wird sehr oft benötigt. Diesen gibt es jedoch in recht kleinen Fläschchen. Somit ist dieser auch recht unkritisch. Bei den Barsirupen braucht Ihr ebenfalls kaum Bedenken haben. Diese sind meist so stakt gezuckert, dass die eine ganze Weile haltbar sind.

Hier eine kleine Liste mit Zutaten, die in recht vielen Cocktails zu finden sind:

  • Maracujasirup
  • Grenadine (oder Granatapfel) Sirup
  • Orangensaft
  • Zitronensaft
  • Annanassaft

Zu guter letzt, möchte Ich Euch hier ein Rezept von einer  meiner kleinen Eigenkreationen mit auf den Weg geben.


Master of Puppets

  • 8cl Brauner Rum (z.B. Captain Morgan)
  • 2cl Cointreau
  • 2cl Kokossirup
  • 2cl Grenadinesirup
  • 22 cl Maracujasaft

das ganze mit einigen Eiswürfeln im Shaker gut durchmixen und in ein zur Hälfte mit crushed ice gefülltem Longdrinkglas, abgießen.


Ich hoffe Euch einen kleinen Einblick in die Cocktail-Mixerei gegeben zu haben. Bei Fragen, hinterlasst einfach einen Comment. Ich versuche sie Euch nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten. Auch auf Rückmeldungen zum „Master of Puppets“ würde ich mich freuen ;)


Happy Mixing !

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